Die Premiere des "Wirtschaftsgespräch Industrie-Handwerk" findet in den Räumen der Handwerkskammer für München und Oberbayern statt. Teilnehmer waren die Präsidien von ZDH und BDI. Die Repräsentanten beider Verbände besprechen Differenzen zwischen industriellen Großunternehmen und kleinen wie mittleren Handwerksbetrieben.

Als Format wählen die Gründerväter des Spitzengesprächs einen offenen Dialog – ohne Presse – bei dem vor allem Probleme in der Wirtschafts-, Wettbewerbs- und Mittelstandspolitik diskutiert werden. 1965 geht es vor allem um den "größenbedingten Nachteilsausgleich" zwischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Großunternehmen.

Fritz Berg (Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, BDI) und Joseph Wild (Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, ZDH, hier links im Bild) treffen sich zur Internationalen Handwerksmesse in München.


Bild: GHM
1965
Das "Wirtschaftsgespräch Industrie-Handwerk" bekommt eine politische Dimension. Nachdem in diesem Jahr das Stabilitäts- und Wachstumsgesetz in Kraft tritt, engagiert sich Bundeswirtschaftsminister Prof. Dr. Karl Schiller dafür, dass die Treffen der Sozialpartner regelmäßig in München stattfinden. Schließlich ist im neuen Gesetz das "gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht" als Staatsziel verankert.

Unter Federführung des ZDH wird das Wirtschaftsgespräch zu einem hochkarätigen Verbandstreffen erweitert. In den Folgejahren nehmen – neben Spitzenvertretern der Verbände ZDH und BDI – auch solche der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHT) teil.

Bild: Bundesarchiv, B 145 Bild-F029983-0017 / Wegmann, Ludwig / CC-BY-SA 3.0

1967
Im Laufe der Zeit wächst bei den Beteiligten das Selbstverständnis "Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft" zu sein. Ab 1970 laden sie auch den jeweiligen Bayerischen Staatsminister für Wirtschaft zum sogenannten "Spitzengespräch der deutschen Wirtschaft" ein.

Während der 31. Internationalen Handwerksmesse treffen sich folgende vier Präsidenten der Verbände von Handwerk und Industrie in München (v.l.n.r.): Otto Wolff von Amerongen (DIHT), Prof. Dr. Rolf Rodenstock (BDI), Paul Schnitker (ZDH) und Otto Esser (BDA).


Bild: A + W, München/ZDH
1979
Die Spitzengespräche dienen mittlerweile dem Zweck, eine gemeinsame Position der Verbände gegenüber der Politik zu finden und zu vertreten. Im direkten Anschluss an die nicht-öffentlichen Gesprächsrunden gibt es nun Pressekonferenzen.

Auf der 35. Internationalen Handwerksmesse treffen sich (v.l.n.r.): Anton Jaumann (Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr), Otto Wolff von Amerongen (DIHT-Präsident), Prof. Dr. Rolf Rodenstock (BDI-Präsident), Paul Schnitker (ZDH-Präsident) und Otto Essner (BDA-Präsident).

Bild: Pablo Johannes / ZDH
1983
Auch der Bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß nimmt 1988 am Münchener Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft teil.

Folgende Teilnehmer sind hier zu sehen (v.l.n.r.): OB Georg Kronawitter, Heribert Späth (ZDH-Präsident), Franz Josef Strauß, Bundeswirtschaftsminister Martin Bangemann, Dr. Werner Marzin, Geschäftsführer der GHM und der Münchener Messegesellschaft sowie Prof. Dr. Rolf Rodenstock (BDI-Präsident).

Bild: GHM/Loske
1988
Ab Ende der 1980er-Jahre wird das Münchener Spitzengespräch als politischer Fachdialog mit den Bundesministerien für Wirtschaft, Finanzen, Arbeit und Soziales gepflegt. Auch der jeweilige Bundeskanzler erhält eine Einladung. 1989 ist Dr. Helmut Kohl (2.v.r.) zum zweiten Mal zu Gast beim Münchener Spitzengespräch, das auf dem damaligen Messegelände an der Theresienwiese im Stadtzentrum stattfindet.

Zwischen 1988 und 1998 nimmt Kanzler Kohl regelmäßig an den Gesprächen teil. Hier ist er beim Rundgang auf der 41. Internationalen Handwerksmesse mit seiner Frau Hannelore zu sehen.

Bild: GHM/Loske
1989
In diesem Jahr nehmen folgende Teilnehmer am Münchener Spitzengespräch teil (v.l.n.r.): Hans-Peter Stihl (DIHT-Präsident), Heribert Späth (ZDH-Präsident), Dr. Helmut Kohl (Bundeskanzler), Klaus Murmann (BDA-Präsident) und Tyll Necker (BDI-Präsident).

Bild: GHM/Loske
1994
Die Teilnehmer am Münchener Spitzengesprächs sind in diesem Jahr (v.l.n.r.): Prof. Dr. Dieter Hundt (BDA-Präsident), Dieter Philipp (ZDH-Präsident), Dr. Helmut Kohl (Bundeskanzler), Hans-Olaf Henkel (BDI-Präsident) und Hans Peter Stihl (DIHT-Präsident).

Bild: GHM/Loske
1998
Das hochkarätige Wirtschaftstreffen und die Handwerksmesse finden seit 1999 auf dem neuen Messegelände in München Riem statt.

Im Bild: ZDH-Sprecher Alexander Legowski, Prof. Dr. Dieter Hundt (BDA-Präsident), Gerhard Schröder (Bundeskanzler), Dieter Philipp (ZDH-Präsident), Ludwig Georg Braun (DIHK-Präsident) und Michael Rogowski (BDI-Präsident).

Bild: GHM/Loske
2001
Zwischen 1998 und 2005 nimmt Bundeskanzler Gerhard Schröder regelmäßig am Münchener Spitzengespräch teil. Hier sieht man ihn beim Rundgang auf der 54. Internationalen Handwerksmesse.

Bild: GHM/Loske
2002
Die Teilnehmer am Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft sind in diesem Jahr (v.l.n.r.): ZDH-Sprecher Alexander Legowski, Otto Kentzler (ZDH-Präsident), Gerhard Schröder (Bundeskanzler), Prof. Dr. Dieter Hundt (BDA-Präsident), Jürgen R. Thumann (BDI-Präsident) und Niels Lund Chrestensen (DIHK-Vizepräsident).

Bild: GHM/Loske
2005
Seit 2006 folgt Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel alljährlich der Einladung der Spitzenverbände. Nur einmal, während des Afghanistan-Konflikts 2011, wird sie von Bundeskanzleramts-Chef Ronald Pofalla vertreten.

Außerdem im Bild (v.l.n.r.): Heinrich Traublinger (Mitglied des Landtags und Präsident der HWK München und Oberbayern), Otto Kentzler (ZDH-Präsident) und Karl Christof Kirschinger (Geschäftsführer Kirschinger & Sohn, Mecedes-Benz-Restaurierung), alle beim Rundgang auf der 58. Internationale Handwerksmesse.

Bild: GHM/Loske
2006
Am Münchener Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft nehmen in diesem Jahr teil (v.l.n.r.): Prof. Dr. Dieter Hundt (Präsident der BDA), Otto Kentzler (Präsident des ZDH), Dr. Angela Merkel (Bundeskanzlerin), Ludwig Georg Braun (Präsident des DIHK) und Jürgen R. Thumann (Präsident des BDI).

Bild: GHM/Loske
2007
Im Anschluss an das Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft machen die Teilnehmer einen Messerundgang auf der 60. Internationalen Handwerksmesse.

Hier zu sehen (v.l.n.r.): Otto Kentzler (Präsident des ZDH), Anja Aicher (Zimmerei-Holzhaus Aicher), Dr. Angela Merkel (Bundeskanzlerin) und Peter Aicher (Zimmermeister und Präsidialmitglied im Landesinnungsverband).

Bild: GHM/Loske
2009
Pressekonferenz nach dem Münchener Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft 2012. Auf dem Podium sitzen (v.l.n.r.): Alexander Legowski, (ZDH-Sprecher), Otto Kentzler (ZDH-Präsident), Dr. Angela Merkel (Bundeskanzlerin), Prof. Dr. Hans-Peter Keitel (BDI-Präsident), Dr. Hans Heinrich Driftmann (DIHK-Präsident) und Prof. Dr. Dieter Hundt (BDA-Präsident).

Bild: GHM/Loske
2012
Die Teilnehmer am Münchener Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft (v.l.n.r.): Ulrich Grillo (BDI-Präsident), Hans Peter Wollseifer (ZDH-Präsident), Dr. Angela Merkel (Bundeskanzlerin), und Dr. Eric Schweitzer (DIHK-Präsident).

Bild: ZDH/Ortrud Stegner
2014
In diesem Jahr nehmen am Münchener Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft teil (v.l.n.r.): Ingo Kramer (BDA-Präsident), Ulrich Grillo (BDI-Präsident), Hans Peter Wollseifer (ZDH-Präsident), Dr. Angela Merkel (Bundeskanzlerin) und Dr. Eric Schweitzer (DIHK-Präsident).

Bild: ZDH/Ortrud Stegner
2015
In diesem Jahr nehmen am Münchener Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft teil (v.l.n.r.): Dr. Eric Schweitzer (DIHK-Präsident), Hans Peter Wollseifer (ZDH-Präsident), Ingo Kramer (BDA-Präsident), Dr. Angela Merkel (Bundeskanzlerin) und Ulrich Grillo (BDI-Präsident).
2016
In diesem Jahr nehmen am Münchener Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft teil (v.l.n.r.): DIHK-Vizepräsident Ralf Kersting, ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, BDA-Präsident Ingo Kramer und BDI-Präsident Prof. Dieter Kempf.
2017